Die Unterhose

Wussten Sie, dass die meisten Frauen bis weit ins 19. Jahrhundert keine Unterhosen trugen? Unter den Rock wurde keinerlei Hose angezogen. Das Kleidungsstück, das uns heute so selbstverständlich erscheint, wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts üblich. Die Form glich damals eher einer Pluderhose. Erst im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts kam der Schlüpfer für die Frau in Mode. Aus hygienischen Gründen ist die Unterhose das am häufigsten gewechselte Kleidungsstück, viel öfter als  Jeans oder Hosen aus Stoff. Die Formen sind äußerst vielfältig. Die wichtigsten werden hier kurz unter die Lupe genommen.

Foto: Annie Mole via Flickr, cc-Lizenz

Foto: Annie Mole via Flickr, cc-Lizenz

Fangen wir an mit dem gängigsten Modell, dem „normalen“ Slip. Dieses bequeme Exemplar wird oft im selben Atemzug genannt mit dem Begriff ‚Liebestöter‘ – nicht besonders verwunderlich, wenn diese Unterhose ohne Beinansatz ein bisschen weiter geschnitten ist. Weiß oder im schlimmsten Fall ein verwaschenes Grau und auch noch schmuddelig gewordener Feinripp-Stoff machen den Anblick nicht besser.  Aber es gibt auch durchaus schöne, weibliche Hosen für Darunter, zum Beispiel mit kleinen Rüschen oder Spitze am Saum oder süßen Drucken. Hier muss frau aber Vorsicht walten lassen, denn allzu kindlich sollten die Slips nicht wirken. Eine besonders schöne Spielart der Slips ist der Rio-Slip, der etwas knapper geschnitten ist und bei dem die Bändchen an der Seite oft aus Bändern bestehen, die in einer Schleife gebunden werden – sexy!

Panties sind die zweite große Gruppe. Die Unterhosen mit den Beinansätzen und geradem Saum erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, weil sie Komfort und Sexiness vereinen – unser Po sieht beim richtigen Schnitt nämlich richtig knackig aus. Weiter geht’s mit den Tangas, die wohl immer ein Streitfall bleiben werden. Währen die einen darauf schwören, um unschönen Abzeichnen auf der Hose zu vermeiden, meiden andere sie wie die Pest. Das kleine Stück Stoff kann wirklich polarisieren, zumal hier nur die allerwichtigsten Körperteile bedeckt bleiben. Es gibt sogar Teile, die nur aus mehr oder weniger (eher weniger) breiten Schnüren bestehen… Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, was Jazzpants sind, so kommt hier die Antwort: es handelt sich um Unterhosen mit sehr hohem Beinausschnitt, wie sie bei der Gymnastik getragen werden, oder in zahlreichen Musikvideos à la Geri Halliwell in ihrer Version von ‚It’s Raining Men‘. Wichtig bei diesen eng anliegenden Hosen ist vor allem das Material.

Wenn Sie sichergehen wollen, dass sie Unterwäsche-technisch gut ausgestattet sind, wählen Sie Baumwolle, oder auf jeden Fall Naturfasern. Polyester oder Nylon sollten die Ausnahme sein in unserem Unterwäsche-Schrank. An warmen Tagen oder wenn man viel schwitzt soll nämlich die Feuchtigkeit nach außen gelingen können.  Egal, welchen Schnitt man favorisiert, wichtig bleibt: Man soll sich wohl fühlen in seiner 2. Haut! Und wie jeder weiß sorgt sexy Unterwäsche dafür, dass wir beim Flirten ein kleines bisschen mehr strahlen.

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admin am November 2nd 2009 in Hosen-Typen